Zitate von Hebbel, Friedrich
„Man altert nur von fünfundzwanzig bis dreißig, was sich bis dahin erhält, wird sich wohl auf immer erhalten.“
„Niemand ist so sehr Atheist, daß er nicht die christlichen Feiertage mitfeiern hülfe.“
„Mit einem Menschen, der nur Trümpfe hat, kann man nicht Karten spielen.“
„Manches, was man ohne Grund verwirft, muß man studieren, um es - mit Grund verwerfen zu können.“
„Große Menschen sind Inhaltsverzeichnisse der Menschheit.“
„Die Menschen helfen lieber dem, der ihrer Hilfe nicht bedarf, als dem, welchem sie nötig ist.“
„Glaube, Liebe, Hoffnung: glaube, liebe Hoffnung!“
„Jeder Mensch trägt einen Zauber im Gesicht: irgendeinem gefällt er.“
„= Eine in siebenfaches Goldpapier eingewickelte Bittermandel.“
„Das Leben ist die Kategorie der Möglichkeit. Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.“
„Diejenigen Berge, über die man im Leben am schwersten hinwegkommt, häufen sich immer aus Sandkörnchen auf.“
„Der Mensch will brutto geliebt werden, nicht netto.“
„Ein Maitag ist ein kategorischer Imperativ der Freude.“
„Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.“
„Für meinen Nächsten würde oft wenig dabei herauskommen, wenn ich ihn so liebte wie mich selbst.“
„Der Mensch hat einen freien Willen - d.h., er kann einwilligen ins Notwendige.“
„Das Publikum beklatscht ein Feuerwerk, aber keinen Sonnenaufgang.“
„Oft scheint der Teufel an die Tür zu klopfen, und es ist doch nur der Schornsteinfeger.“
„Es gibt auch Spiegel, in denen man erkennen kann, was einem fehlt.“
„= Der Papagei des Gedankens, und ein schwer gelehriger, nichts weiter.“
„Selbst im Falle einer Revolution würden die Deutschen sich zur Steuerfreiheit, nie Gedankenfreiheit zu erkämpfen suchen.“
„Ist der Tod nur ein Schlaf, wie kann dich das Sterben erschrecken? Hast du es je noch gespürt, wenn du des Abends entschliefst?“
„Wenn der Mensch nicht beizeiten von der Erde Abschied nimmt, so nimmt sie Abschied von ihm.“
„Es ist leichter, mit Christus über die Wogen zu wandlen, als mit einem Verleger durch das Leben.“
„Es gibt keine reine Wahrheit, aber ebensowenig einen reinen Irrtum.“
„= Der Sündenfall Gottes.“
„Die Welt ist schon rund, aber jeder muß sie von neuem umsegeln, nur wenige kommen herum.“
„Ein Wohltäter hat immer etwas von einem Gläubiger.“
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