Zitate von Heine, Heinrich
„Anfangs wollt ich fast verzagen,/ Und ich glaubt, ich trüg es nie;/ Und ich hab es doch getragen -/ Aber fragt mich nur nicht, wie.“
„Mein Kollege sah Windmühlen für Riesen an, ich hingegen kann in unsern heutigen Riesen nur prahlende Windmühlen sehen.“
„So ein bißchen Bildung ziert den ganzen Menschen.“
„Franzosen und Russen gehört das Land./ Das Meer gehört den Briten./ Wir aber besitzen im Luftreich des Traums/ die Herrschaft unbestritten.“
„Gefährliche Deutsche! Sie ziehen plötzlich ein Gedicht aus der Tasche oder beginnen ein Gespräch über Philosophie.“
„Was die Deutschen betrifft, so bedürfen sie weder der Freiheit noch der Gleichheit, sie sind ein spekulatives Volk, Ideologen, Vor- und Nachdenker, Träumer, die nur in der Vergangenheit und in der Zukunft leben und keine Gegenwart haben.“
„Das ist schön bei uns Deutschen: Keiner ist so verrückt, daß er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht.“
„Denk ich an Deutschland in der Nacht,/ Dann bin ich um den Schlaf gebracht,/ Ich kann nicht mehr die Augen schließen,/ Und meine heißen Tränen fließen.“
„Deutschland, das sind wir selber.“
„Ein einiges Deutschland tut uns not,/ einig nach Außen und Innen.“
„Es gibt zwei Sorten von Ratten:/ Die hungrigen und die satten./ Die satten bleiben vergnügt zu Haus,/ Die hungrigen aber wandern aus.“
„Im hungrigen Magen Eingang finden/ nur Suppenlogik mit Knödelgründen,/ nur Argumente von Rinderbraten,/ begleitet mit Göttinger Wurstzitaten./ Ein schweigender Stockfisch, in Butter gesotten,/ behaget den radikalen Rotten/ viel besser als ein Mirabeau/ und alle Redner seit Cicero.“
„Manchmal kommt mir in den Sinn,/ Nach Amerika zu segeln,/ Nach dem großen Freiheitsstall,/ Der bewohnt von Gleichheitsflegeln.“
„Hat man die Liebe durchgeliebt, fängt man die Freundschaft an.“
„Weise erdenken die neuen Gedanken, und Narren verbreiten sie.“
„Kunst ist der Zweck der Kunst, wie Liebe der Zweck der Liebe.“
„= Ein Wahnsinn.“
„Die Engel, die nennen es Himmelsfreud, die Teufel, die nennen es Höllenleid, die Menschen, die nennen es Liebe.“
„Sie liebten sich beide, doch keiner/ Wollt es dem andern gestehn;/ Sie sahen sich an so feindlich,/ Und wollten vor Liebe vergehn.“
„Mitleid ist die höchste Form der Liebe - vielleicht die Liebe selbst.“
„Sei ganz tolerant oder gar nicht. Gehe den guten Weg oder den bösen. Für den Mittelweg bist du zu schwach.“
„Gott gab uns nur einen Mund,/ weil zwei Mäuler ungesund./ Mit dem einen Munde schon/ schwatzt zuviel der Erdensohn.“
„Ich ging nach Haus und schlief, als ob/ Die Engel gewiegt mich hätten./ Man ruht in deutschen Betten so weich,/ Denn das sind Federbetten.“
„Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.“
„Unser deutscher Sommer ist nur ein grün angestrichener Winter.“
„Unter jedem Grabstein liegt eine Weltgeschichte. (Avec chaque homme c'est un monde qui meurt.)“
„Franzosen und Russen gehört das Land,/ Das Meer gehört den Briten,/ Wir (Deutsche; d.Red.) aber besitzen im Luftreich des Traums/ Die Herrschaft unbestritten.“
„Es ist Gott vielleicht gar nicht recht, daß die Frommen die Fortdauer nach dem Tode so fest annehmen - in seiner väterlichen Güte will er uns vielleicht damit eine Surprise machen.“
„Gott wird mir verzeihen - es ist ja sein Beruf.“
„Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,/ Ich kann auch die Herren Verfasser;/ Ich weiß, sie tranken heimlich Wein,/ Und predigten öffentlich Wasser.“
„Ja, ich sage es bestimmt, unsere Nachkommen werden schöner und glücklicher sein als wir. Denn ich glaube an den Fortschritt, ich glaube, die Menschheit ist zur Glückseligkeit bestimmt, und ich hege also eine größere Meinung von der Gottheit als jene frommen Leute, die da wähnen, er habe den Menschen nur zum Leiden erschaffen.“
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