Zitate von Konfuzius
„Wird man gebraucht, erfüllt man seine Pflicht. Wird man nicht mehr gebraucht, so zieht man sich zurück.“
„Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.“
„Ist man nicht fleißig in der Jugend, wird man im Alter traurig sein.“
„Ji Wen-zi (hoher Beamter im Staat Lu) überlegte dreimal, ehe er handelte. Konfuzius hörte davon und sagte: "Zweimal - das reicht schon aus."“
„Indem der Edle ein Amt übernimmt, tut er, was er soll. Daß er allein die Welt nicht in Ordnung bringen kann, weiß er schon.“
„Dienst du dem Herrscher, so denke in erster Linie daran, deine Arbeit gewissenhaft auszuführen. Erst in zweiter Linie kommt der Lohn.“
„Ohne Beredsamkeit, nur mit Schönheit, wird man in der Welt von heute schwerlich bestehen können.“
„Wozu braucht man Zungenfertigkeit? Wer schnell mit dem Wort ist, macht sich oft unbeliebt. Wer nichts von Moral und Sittlichkeit weiß, wozu braucht der redegewandt zu sein?“
„Bildung soll allen zugänglich sein. Man darf keine Standesunterschiede machen.“
„Zi-lu fragte, wie man dem Herrscher dienen solle. Konfuzius antwortete: "Den Herrscher niemals täuschen. Sollte es erforderlich sein, sich ihm offen widersetzen."“
„Der Edle wirkt nicht immer gleich: Aus der Ferne erscheint er streng, im Umgang ist er freundlich, in seinen Worten wirkt er fest und entschlossen.“
„Nicht mit aller Macht nach raschen Erfolgen streben und nicht nur auf die kleinen Vorteile sehen. Wer nach raschen Erfolgen strebt, kommt nicht zum Ziel. Nur auf die kleinen Vorteile zu sehen hält davon ab, Großes zu vollbringen.“
„Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von anderen. So bleibt dir mancher Ärger erspart.“
„Einen Fehler machen und ihn nicht korrigieren - das erst heißt wirklich einen Fehler machen.“
„Wer einen Fehler begangen hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen weiteren Fehler.“
„Zuerst die innere Haltung, dann die äußere Form! Es ist wie beim Malen, wo man die Glanzlichter zuletzt aufsetzt.“
„Es gibt drei Arten von Freuden, die förderlich sind. Sich an Musik und guten Umgangsformen erfreuen, über die Vorzüge anderer reden und sich darüber freuen, viele wertvolle Freunde haben und sich darüber freuen - diese Freuden sind förderlich.“
„Wenn Freunde von weit her zu Besuch kommen - ist das nicht wirkliche Freude?“
„Zi-lu fragte: "Hätte der Meister ein großes Heer zu führen, wen würde er dann neben sich haben wollen?" Konfuzius antwortete: "Wer sich mit bloßen Händen auf einen Tiger wirft, ohne Boot den Fluß überquert und sich ohne weiteres in den Tod stürzt, den würde ich nicht nehmen. Es müßte einer sein, der mit Vorsicht an die Dinge herangeht, der alles sorgsam bedenkt und schließlich auch zustande bringt, was er plant."“
„Im Zusammensein mit einem Mann von Rang und Würden gibt es drei Verstöße: Reden, ehe er dich angesprochen hat - das ist vorlaut; nicht reden, wenn er dich angesprochen hat - das ist verschlagen; reden, ohne dabei seine Miene zu beobachten - das ist blind.“
„Wer sich über den Durchschnitt erhebt, mit dem kann man über Großes reden. Dies ist nicht möglich mit einem Menschen, der unter dem Durchschnitt steht.“
„Wer ständig glücklich sein möchte, muß sich oft verändern.“
„Gegenüber einem jüngeren Menschen kann man sich unsicher fühlen. Wie wollen wir denn heute wissen, ob er uns nicht in Zukunft übertreffen wird? Ist jedoch jemand inzwischen vierzig, fünfzig Jahre alt geworden und hat sich immer noch keinen Namen gemacht, dann braucht man vor ihm keine Scheu zu haben.“
„Zi-zhang fragte, wie man sich benehmen solle, um überall zurechtzukommen. Konfuzius antwortete: "Offen und ehrlich reden, redlich und pflichtbewußt handeln."“
„Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel.“
„Das Leben an einem Ort ist erst dann schön, wenn die Menschen ein gutes Verhältnis zueinander haben. Wie kann man einen Menschen weise nennen, der sich's aussuchen kann und sich doch nicht dort niederläßt, wo die Menschen gut zueinander sind?“
„Die den ganzen Tag mit anderen zusammenhocken, verantwortungslos reden und Dummheiten aushecken - mit solchen Leuten hat man's schwer.“
„Ein vornehmer Mensch tadelt sich selbst, ein gewöhnlicher die anderen.“
„Wer Menschen beurteilt, hüte sich vor billigem Tadel und vor billigem Lob.“
„Im Altertum lernte man, um sich selbst zu vervollkommnen; heute dagegen lernt man, um anderen gegenüber etwas zu gelten.“
„Die Liebe ist das Gewürz des Lebens. Sie kann es versüßen, aber auch versalzen.“
„Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln: erstens durch Nachdenken, das ist der edelste, zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.“
„Wer seine Geschäfte maschinenmäßig betreibt, der bekommt ein Maschinenherz.“
„Das Rechte erkennen und nicht tun ist Mangel an Mut.“
„Damit nicht Sonn und Mond umsonst die Bahn beschlossen,/ Freut euch der Ruh, ihr Weggenossen.“
„Wer beim Reden wenig Anlaß zum Tadel gibt und im Handeln wenig Anlaß zur Reue hat, der kann bestimmt ein öffentliches Amt erhalten.“
„Höre viel, halte dich zurück, wenn dir Zweifel kommen, und wähle im übrigen deine Worte mit Bedacht, dann wird es wenig Tadel geben. Sieh viel, vermeide, was gefährlich ist, und handele im übrigen umsichtig und bedacht, dann wirst du wenig zu bereuen haben.“
„Neun Dinge sind es, auf die der Edle sorgsam achtet: Beim Sehen achtet er auf Klarheit, beim Hören auf Deutlichkeit, in seiner Miene auf Freundlichkeit, im Benehmen achtet er auf Höflichkeit, im Reden auf Ehrlichkeit, im Handeln auf Gewissenhaftigkeit. Wenn ihm Zweifel kommen, fragt er andere. Ist er im Zorn, bedenkt er die Folgen. Angesichts eines persönlichen Vorteils fragt er sich, ob er auch ein Anrecht darauf hat.“
„Si-ma Niu fragte, was sittliches Verhalten sei. Konfuzius sprach: "Wer sich durch sittliches Verhalten auszeichnet, wählt seine Worte mit Bedacht." Si-ma Niu sagte: "Mit Bedacht reden - das soll sittliches Verhalten sein?" Der Meister antwortete mit einer Gegenfrage: "Das Handeln ist so schwierig: darf da das Reden unbedacht sein?"“
„Triffst du einen Menschen, mit dem zu reden sich lohnt, und du redest nicht mit ihm, so hast du einen Menschen verfehlt. Triffst du einen Menschen, mit dem zu reden sich nicht lohnt, und du redest mit ihm, so hast du deine Worte vergeudet. Der Weise verfehlt weder einen Menschen, noch vergeudet er seine Worte.“
„Bei Hofe redete er unbefangen, aber er wählte seine Worte mit Bedacht.“
„Ein Mensch, der standhaft ist, den Entschlossenheit und Einfachheit auszeichnen und der darüber hinaus seine Worte mit Überlegung wählt - der kommt wahrer Sittlichkeit nahe.“
„Erst handelt er, wie er denkt. Dann spricht er, wie er handelt.“
„Gewöhnlich bekommt dieser Mann den Mund nicht auf. Spricht er aber, dann trifft er ins Schwarze.“
„Glatte Worte und heuchlerische Miene - da ist es mit einem guten Charakter meist nicht weit her.“
„Wer in seinen Worten nicht maßvoll ist, von dem ist kaum zu erwarten, daß er handelt, wie er spricht.“
„(Der Schüler) Zi-zhang fragte Konfuzius, was Regieren heiße. Der Meister meinte: "Unermüdlich auf dem Posten sein, niemals nachlässig handeln und stets treu die Pflicht erfüllen!"“
„Zungenfertige Redner sind fernzuhalten; zungenfertige Redner verführen.“
„Als ich fünfzehn war, war mein ganzer Wille aufs Lernen ausgerichtet./ Mit dreißig Jahren stand ich fest./ Mit vierzig hatte ich keine Zweifel mehr./ Mit fünfzig kannte ich den Willen des Himmels./ Als ich sechzig war, hatte ich ein feines Gehör, um das Gute und das Böse, das Wahre und das Falsche herauszuhören./ Mit siebzig konnte ich den Wünschen meines Herzens folgen, ohne das Maß zu überschreiten.“
„Wenn sich Wohlstand einstellt, brauche ihn nicht vollständig auf.“
„(Der Schüler) Zi-lu sprach zu Konfuzius: "Wenn Euch der Herrscher des Staates Wei die Regierung anvertraute - was würdet Ihr zuerst tun?" Der Meister antwortete: "Unbedingt die Worte richtigstellen." Darauf Zi-lu: "Damit würdet Ihr beginnen? Das ist doch abwegig. Warum eine solche Richtigstellung der Worte?" Der Meister entgegnete: "Wie ungebildet du doch bist, Zi-lu! Der Edle ist vorsichtig und zurückhaltend, wenn es um Dinge geht, die er nicht kennt. Stimmen die Worte und Begriffe nicht, so ist die Sprache konfus. Ist die Sprache konfus, so entstehen Unordnung und Mißerfolg. Gibt es Unordnung und Mißerfolg, so geraten Anstand und gute Sitten in Verfall. Sind Anstand und gute Sitten in Frage gestellt, so gibt es keine gerechten Strafen mehr. Gibt es keine gerechten Strafen mehr, so weiß das Volk nicht, was es tun und was es lassen soll. Darum muß der Edle die Begriffe und Namen korrekt benutzen und auch richtig danach handlen können. Er geht mit seinen Worten niemals leichtfertig um."“
„In alten Zeiten gingen die Leute nicht so leichtfertig mit der Sprache um, denn sie hatten Skrupel, daß sie hinter ihren eigenen Worten zurückbleiben könnten.“
„Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das Gesagte nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht stimmt, dann stimmen die Werke nicht. Gedeihen die Werke nicht, so verderben Sitten und Künste. Darum achte man darauf, daß die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allem.“
„Leider ist er gestorben. Ich habe ihn stets nur vorwärts gehen sehen. Niemals sah ich ihn bei Erreichtem stehenbleiben.“
„So, wie ein Volk seine Toten verehrt, so offenbart sich seine Seele vor dir.“
„Wir kennen das Leben nicht, wie sollen wir den Tod kennen?“
„Bei Trauer bringe man sein ganzes Leid zum Ausdruck, aber man übertreibe nicht.“
„Nenne keinen weise, ehe er nicht bewiesen hat, daß er eine Sache von wenigstens acht Seiten her beurteilen kann.“
„Sei dir bewußt, was du weißt. Was du hingegen nicht weißt, das gib zu. Das ist das richtige Verhältnis zum Wissen.“
„Wissen, was man weiß, und wissen, was man nicht weiß, das ist wahres Wissen.“
„Der Edle schämt sich, wenn seine Worte seine Taten übertreffen.“
„Ein Vornehmer schämt sich, wenn seine Worte besser sind als seine Taten.“
„Über das Ziel hinausschießen ist eben so schlimm, wie nicht ans Ziel kommen.“
„Wer das Ziel kennt, kann entscheiden; wer entscheidet, findet Ruhe; wer Ruhe findet, ist sicher; wer sicher ist, kann überlegen; wer überlegt, kann verbessern.“
„Wer nicht an die Zukunft denkt, wird bald Sorgen haben.“
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