Zitate von Kostolany, Andre
„Gehen Sie an die Börse, und stecken Sie Ihr Geld in Aktien. Dazu kaufen Sie sich in einer Apotheke eine große Dosis Schlaftabletten. Nach vier Jahren wachen Sie als reicher Mann auf.“
„Wenn ein Banker auf einen Vorschlag "nein" sagt, meint er "vielleicht", sagt er "vielleicht", meint er "ja", und wenn er spontan "ja" sagt, ist er kein guter Banker.“
„"Fluctuat nec mergitur" - sie schwankt, aber geht nicht unter. Diese Devise auf dem Wappen der Stadt Paris sollte auch der Leitspruch für die Börse sein.“
„Als ich Auto fahren lernte, sagte einmal der Fahrer zu mir: "Sie werden nie wirklich Auto fahren können." - "Warum?" fragte ich erschrocken. "Weil Sie immer nur auf die Motorhaube schauen. Heben Sie den Kopf und schauen Sie dreihundert Meter voraus auf die Straße." So ist es auch an der Börse. Vorstellen muß man sich nicht, was morgen oder übermorgen sein kann, sondern man muß die Zukunft erforschen, auf Jahre vorausdenken.“
„An der Börse ist alles möglich - auch das Gegenteil.“
„An der Börse sind zwei Jahre nicht genug, um ein Guru-Diplom zu erwerben. Dafür braucht man mindestens zwanzig Jahre.“
„Die ganze Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien gibt als Idioten oder mehr Idioten als Aktien.“
„Ein alter Börsianer kann alles verlieren, nur nicht seine Erfahrung.“
„Ein Mann kann zwischen mehreren Methoden wählen, sein Vermögen loszuwerden: Am schnellsten geht es am Roulette-Tisch, am angenehmsten mit schönen Frauen und am dümmsten an der Börse.“
„Feststellen, wer ein guter Börsianer war, das können nur die Erben.“
„Gewinne an der Börse sind Schmerzensgeld. Erst kommen die Schmerzen und dann das Geld.“
„Ich frage mich oft, ob es nützlicher ist, während der Börsenzeit zur Börse oder zum Angeln zu gehen. An der Börse kann man zwar verschiedene Tips erfahren und dann das Gegenteil davon machen, beim Angeln aber kann man in Ruhe überlegen, was man besser nicht machen sollte.“
„Ich gehe jeden Tag zur Börse, weil man nirgendwo so viele Dummköpfe pro Quadratmeter trifft.“
„Immer Angst haben, nie erschrecken!“
„Man soll die Ereignisse nicht mit den Augen verfolgen, sondern mit dem Kopf. Oft ist es sogar an der Börse besser, die Augen zu schließen.“
„Mit der Wirtschaft und der Börse verhält es sich wie mit dem Mann und seinem Hund beim Spaziergang. Der Mann läuft langsam und gleichmäßig weiter. Der Hund läuft vor und zurück. Aber beide bewegen sich in die gleiche Richtung. Der Mann ist die Wirtschaft, der Hund die Börse.“
„Wenn es keine Narren auf der Welt gäbe - was wäre die Welt ... und erst die Börse?“
„Wer den Dollar nicht hat, wenn er zurückgeht, hat ihn auch nicht, wenn er wieder steigt.“
„Wer viel Geld hat, kann spekulieren. Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren. Wer kein Geld hat, muß spekulieren.“
„Wirtschaftsstudenten brauchen natürlich ihr Diplom als Eintrittskarte ins Erwerbsleben. Vielleicht werden sie sogar einmal gute Professoren. Aber haben sie schon einmal einen reichen Professor gesehen? - Um an der Börse Erfolg zu haben, halte ich Kenntnisse der Jurisprudenz, der Psychologie und der Philosophie für viel wichtiger.“
„Von einem Fünftel der Börse leben die Spekulanten, von vier Fünftel die Brokerfirmen.“
„Die Deutschen sind der Tücke des Geldes nicht gewachsen. Das Volk der Romantiker, Philosophen und Musiker ist in Geldangelegenheiten unromantisch und verliert jeden Hang zur Philosophie und besonders zur Phantasie.“
„Geld flieht überall dort, wo man es festhalten will. Deshalb gleicht die Devisen-Zwangswirtschaft ein wenig dem Versuch, die Niagarafälle mit der Hand aufzuhalten.“
„Sind nicht die größten Wahrheiten immer auch simpel? Die zehn Gebote zum Beispiel sind ja auch simpel und trotzdem bestehen sie schon seit Jahrtausenden.“
„Mein Gott, was ist in diesem denkwürdigen Jahr 1906 alles geschehen: Ein Erdbeben zerstört San Francisco. Roald Amundsen bewältigt die Nordwestpassage. In Berlin steigt zum ersten Mal ein Luftschiff auf. In Kiel läuft das erste U-Boot vom Stapel. Theodore Roosevelt bekommt den Friedensnobelpreis. Die Welt hört erstmals menschliche Stimmen durch das drahtlose Telefon. Henrik Ibsen und Paul Cézanne verabschieden sich von dieser Welt. Geboren werden Samuel Beckett, Dimitrif Schostakowitsch, Luchino Visconti, Herbert Wehner, Josephine Baker, Aristoteles Onassis, Klaus Mann und last but not least André Kostolany. - Und nun bin ich fünfundachtzig Jahre alt geworden.“
„= Der Sauerstoff der Börse.“
„Freund Grün bat den weisen Rabbi in Budapest um Rat, ob er seiner Tochter zur Hochzeitsnacht ein Nachthemd oder einen Pyjama schenken solle. "Ganz egal", war das Urteil, "Nachthemd oder Pyjama, vernascht wird sie sowieso."“
„= Zunächst ein laues Bad, dann wird das Wasser immer heißer, und am Schluß explodiert die Wanne.“
„Wenn du einen Freund hast, schenke ihm einen Fisch. Aber wenn du ihn wirklich liebst, lehre ihn fischen.“
„Viele Kapitalisten verbringen ein Drittel ihres Lebens damit, Kapital zu schaffen, ein weiteres Drittel, ihr Geld zu bewahren, und im letzten Drittel befassen sie sich mit der Frage, wem sie es vermachen sollen.“
„Das große Unglück bei uns alten Spekulanten ist, daß wir zwar viele Erfahrungen gesammelt, unsere Waghalsigkeit jedoch verloren haben.“
„Wäre ich erst 70, also noch jung genug, würde ich die Hoffnung hegen, über die Berufspessimisten wahrhaft zu triumphieren.“
„Wenn ein Spekulant auf einen Tip "ja" sagt, meint er "vielleicht", sagt er "vielleicht", meint er "nein", und wenn er spontan "nein" sagt, ist er kein wirklicher Spekulant.“
„Nicht reich muß man sein, sondern unabhängig.“
„Wirtschaft kann man nicht dozieren, man muß sie selbst erleben - und überleben.“
„Oft kann man durch Zufall die glücklichsten Dummheiten begehen.“
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