Zitate zu Neujahr
„Das Jahresende ist kein Ende und kein Anfang, sondern ein Weiterleben mit der Weisheit, die uns die Erfahrung gelehrt hat.“
„Nächst Weihnacht ist Neujahr die lustigste Zeit des ganzen Jahres. Es gibt weinerliche Leute, die das neue Jahr mit Wachen und Fasten beginnen, als wenn es ihnen obläge, beim Begräbnis des alten in der Rolle des Hauptleidtragenden zu agieren. Wir können jedoch nicht umhin, es weit schmeichelhafter sowohl für das entschwindende alte, als das eben erscheinende neue Jahr zu halten, daß man in fröhlicher Lust den alten Knaben entläßt und das neugeborene Kindlein begrüßt. (Ein hübscher Vergleich ist das: Der alte Knabe ist das zu Ende gehende Jahr, und das neue Jahr - darum die Parallele zu Weihnachten - ist quasi das Kind in der Krippe. Freuen wir uns darauf, wie wir und freuen, wenn uns ein Kind geboren wird. Lachen wir es an, das neue Jahr, lächeln wir ihm zu!)“
„Das neue Jahr hat so lange eine weiße Weste, bis man sie anzieht.“
„Man nehme 12 Monate, putze sie sauber von Neid, Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und zerlege sie in 30 oder 31 Teile, so daß der Vorrat für ein Jahr reicht. Jeder Tag wird einzeln angerichtet aus 1 Teil Arbeit und 2 Teilen Frohsinn und Humor. Man füge 3 gehäufte Eßlöffel Optimismus hinzu, 1 Teelöffel Toleranz, 1 Körnchen Ironie und 1 Prise Takt. Dann wird die Masse mit sehr viel Liebe übergossen. Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit. (Beachten Sie den Anfang des Zitats. "Man nehme 12 Monate und putze sie sauber von Neid." Das ist vielleicht das Schwerste. Denn befinden wir uns nicht ständig in Konkurrenz mit anderen?)“
„Das Fortrücken in der Kalenderjahrzahl macht wohl den Menschen, aber nicht die Menschheit reifer.“
„Man knallt in das neue Jahr hinein, um sich über das alte nicht mehr zu erschrecken.“
„Ich hoffe, im neuen Jahr wieder mehr wollen zu können und weniger müssen zu müssen.“
„Der du die Zeit in Händen hast,/ Herr, nimm auch dieses Jahres Last/ Und wandle sie in Segen.“
„Alle sagen, das alte Jahr ist zu Ende, das neue Jahr kommt - na und? Hätte man zufällig keinen Kalender, würde man nichts merken. Natürlich kann man sich freuen, daß ein Jahr vorbei ist und wir noch immer leben, trotz der Friedenspolitik aller Groß- und Kleinmächte, trotz Erdbeben, UNO, Umweltverschmutzung, Steuerreformen, Abrüstungsverhandlungen und so weiter. Gäbe es aber keine Jahre, könnte man sich darüber jeden Tag, ja jede Minute freuen. (Gabriel Laub war ein freundlicher Spötter. Ich denke, er wollte uns nichts anderes damit sagen als: Freut euch des Lebens jeden Tag, jede Minute. Und nicht nur an Silvester oder Neujahr. "Carpe diem", sagte dazu der Dichter Horaz: "Genieße den Tag, nutze ihn, packe ihn beim Schopf!")“
„Das Neujahr und seine Feier ist so was wie eine Theaterpause - man geht ans Buffet auf ein Gläschen und kommt auf seinen Platz zurück. Die Optimisten hoffen dabei, daß der nächste Akt besser sein wird als die vorigen. (Auch ich habe diese Hoffnung: dass der nächste Akt - sprich: das nächste/neue Jahr - besser sein wird als der vorige. Erheben wir darauf unsere Gläser!)“
„Der Jubel über den Jahreswechsel ist auch ziemlich banal - schließlich kommt ein neues Jahr jedes Jahr wieder. Jahre sind eine ziemlich solide Ware. Sie werden pünktlich geliefert, und jedes hält, was es verspricht: Genau ein Jahr, keine Sekunde mehr, aber auch keine Sekunde weniger. Wie in alten handwerklich-frühkapitalistischen Zeiten. (Pünktlich auf die Sekunde genau kam auch diesmal der Jahreswechsel. Und jetzt ist es wirklich amtlich, kein Zweifel mehr zugelassen: Das neue Jahrtausend ist angebrochen! Jetzt sind wir wirklich drin, würde ich zu Bobbele sagen ...)“
„Neujahrsschnee bedeckte die Landschaft - und unsere guten Vorsätze.“
„Neujahrswunsch: Weniger Rede, mehr Gedanken, weniger Interessen, mehr Gemeinsinn.“
„Ein Rauch verweht,/ Ein Wasser verrinnt,/ Eine Zeit vergeht,/ Eine neue beginnt.“
„Wenns alte Jahr erfolgreich war,/ Mensch freue dich aufs neue,/ und war es schlecht,/ ja, dann erst recht.“
„Es ist von grundlegender Bedeutung, jedes Jahr mehr zu lernen als im Jahr davor.“
„Wer sich im alten Jahr nicht getraut hat, wird auch dem neuen Jahr nicht trauen.“
„Wochen vor dem chinesischen Neujahrsfest wird "Frühjahrsputz" gemacht. Gebäude erhalten einen neuen Anstrich, Stühle und Tische werden repariert und Schulden bezahlt.“
„Im neuen Jahr Glück und Heil./ Auf Weh und Wunden gute Salbe./ Auf groben Klotz ein grober Keil./ Auf einen Schelmen anderthalbe.“
„Wenn ein Jahr nicht leer verlaufen soll, muß man beizeiten anfangen.“
„Sobald man davon spricht, was im nächsten Jahr geschehen wird, lacht der Teufel.“
„"Wird's besser? Wird's schlimmer?"/ fragt man alljährlich./ Seien wir ehrlich:/ Leben ist immer/ lebensgefährlich.“
„Es gibt bereits alle guten Vorsätze, wir brauchen sie nur noch anzuwenden. (Diesem Satz ist nun wirklich nichts mehr hinzuzufügen. Gehen wir an die Arbeit! Packen wir's an!)“
„Jahre kommen, Jahre gehen./ Ob sich das lohnt? -/ Wir werden sehen.“