Zitate zu Erziehung
„Ein Mann ging in den Wald, um nach einem Vogel zu suchen, den er mit nach Hause nehmen konnte. Er fing einen jungen Adler, brachte ihn heim und steckte ihn in den Hühnerhof zu den Hennen, Enten und Truthühnern. Und er gab ihm Hühnerfutter zu fressen, obwohl er ein Adler war, der König der Vögel. Nach fünf Jahren erhielt der Mann den Besuch eines naturkundigen Mannes. Und als sie miteinander durch den Garten gingen, sagte der: "Dieser Vogel dort ist kein Huhn, er ist ein Adler!" "Ja", sagte der Mann, "das stimmt. Aber ich habe ihn zu einem Huhn erzogen. Er ist jetzt kein Adler mehr, sondern ein Huhn, auch wenn seine Flügel drei Meter breit sind." "Nein", sagte der andere. "Er ist noch immer ein Adler, denn er hat das Herz eines Adlers. Und das wird ihn hoch hinauffliegen lassen in die Lüfte. Laß es mich versuchen!" So geschah es. Der erste Versuch war ein Mißerfolg. Der zweite auch. Doch dann nahm der naturkundige Mann den Adler mit in die Berge. Er hob ihn hoch und sagte zu ihm: "Adler, du bist ein Adler. Du gehörst dem Himmel und nicht dieser Erde. Breite deine Flügel aus und fliege!" Da ließ ihn der naturkundige Mann direkt in die Sonne schauen. Und plötzlich breitete er seine gewaltigen Schwingen aus, erhob sich mit dem Schrei eines Adlers, flog höher und höher und kehrte nie wieder zurück. ((Redebaustein vgl. RB 3/2001, A56, S. 81))“
„Das Ziel der Erziehung ist, ein Individuum mit der Menge an Neurosen zu beladen, die es gerage ertragen kann, ohne zusammenzubrechen.“
„Jede Elterngeneration hat ein Thema, an dem sie zu knabbern hat: In den Fünfzigern war es Rock 'n' Roll, in den Sechzigern die freie Liebe, in den Siebzigern waren es die Drogen, und in den Achtzigern die Kinder, die Börsenmakler werden wollten.“
„Die Hälfte des Lebens verbringt der Mensch damit, die falschen Vorstellungen seiner Vorfahren loszuwerden; die andere damit, seinen Kindern falsche Ansichten beizubringen.“
„Es gibt keine andere vernünftige Erziehung, als Vorbild sein, wenn es nicht anders geht, ein abschreckendes.“
„= Beispiel und Liebe, sonst nichts.“
„Bei der Erziehung muß man etwas aus dem Menschen herausbringen und nicht in ihn hinein.“
„Wer einen Menschen bessern will, muß ihn erst einmal respektieren.“
„Was nicht im Menschen ist, kommt auch nicht von außen hinein.“
„Menschen, die in schwierigen Verhältnissen großgeworden sind, wollen es ihren Kindern meistens so leicht wie möglich machen. Sie ersparen ihnen aber auf diese Weise die Zucht, die ihnen selbst in Zeiten des Ringens und der Selbstfindung so geholfen hat. Solche Eltern erinnern mich an den weichherzigen Schmetterlingszüchter, dem es leid tat, daß sich die Tiere beim Schlüpfen so anstrengen mußten. Deshalb ritzte er einmal aus falsch verstandenem Mitgefühl den Kokon auf. Der Schmetterling war nie fähig, seine Flügel zu gebrauchen. (Auch ich will es Ihnen heute nicht leicht machen. Ich werde Ihnen ordentlich zu kauen geben. Wir haben uns ja eine Menge vorgenommen. Wir wollen in diesen ... (4 Stunden/2 Tagen etc.) verstehen lernen, wie ... (das und das funktioniert / verbessert werden kann).“
„Ich möchte, dass der Staat den Eltern hilft, aber nicht, dass er die Eltern ersetzt.“
„Ich fürchte, unsere allzu sorgfältige Erziehung liefert uns Zwergobst.“
„Am besten ist die Erziehung, die man nicht merkt. (La meilleure éducation est celle dont on ne s'aperçoit pas.)“
„Eines wissen alle Eltern auf der Welt: wie die Kinder anderer Leute erzogen werden sollten.“
„= Im wesentlichen das Mittel, die Ausnahme zu ruinieren zugunsten der Regel.“
„Wer die Lebenslaufbahn seiner Kinder zu verpfuschen gedenkt, der räume ihnen alle Hindernisse weg.“
„Kindererziehung ist ein Beruf, wo man verstehen muß, Zeit zu verlieren, um Zeit zu gewinnen.“
„Alle Erziehung ist nur Handreichung zur Selbsterziehung.“
„Bevor ich heiratete, hatte ich sechs Theorien über Kindererziehung. Jetzt habe ich sechs Kinder und keine Theorie.“
„Willst du für ein Jahr planen, säe Reis. Planst du für ein Jahrzehnt, pflanze Bäume. Planst du für ein Leben, erziehe einen Menschen.“
„Denn wir können die Kinder nach unserem Sinne nicht formen:/ So wie Gott sie uns gab, so muß man sie haben und lieben,/ Sie erziehen aufs beste und jeglichen lassen gewähren.“
„= Die organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend.“
„Gute Erziehung hat einen schrecklichen Nachteil: sie schließt einen von vielen aus.“