Zitate zu Reden
„Soll ich nicht reden, wie ich's versteh, warum fragt man mich dann?“
„Reden ist schwieriger als jedes andere Werk, aber wer sich darauf versteht, kann es sich dienstbar machen.“
„Wer schweigt, wenn Zeit ist zu reden, gilt zu Recht als Dummkopf.“
„Die Zunge des Menschen ist das Ruder seines Schiffes.“
„Was man nicht genau weiß, macht geschwätzig.“
„Nicht Worte sucht Gott bei dir, sondern das Herz.“
„Will man über sich selbst reden, so muß man über andere reden.“
„Die Zeit zerstört alles, was getan wurde, und die Zunge alles, was zu tun ist.“
„Kommt, reden wir zusammen/ wer redet, ist nicht tot.“
„Manche stammeln Worte, um herauszufinden, worüber sie reden.“
„Er legt Sätze wie Eier, aber er vergißt, sie zu bebrüten.“
„Sehr schwer ist es, nicht mehr zu sagen, als man sagen will.“
„Wenn du sprichst, vergiß alles außer dem Thema. Mach dir nichts daraus, was andere von deiner Präsentation halten, vergiß dich und marschiere vorwärts. (If you are speaking, forget everything but the subject. Never mind what others are thinking of you or your delivery, just forget yourself and go ahead.)“
„Die Red' ist uns gegeben,/ Damit wir nicht allein/ Vor uns nur sollen leben/ Und fern von Leuten sein.“
„Auch Worte sind Handlungen.“
„Viele Bemerkungen sind nicht aus der besten Luft gegriffen.“
„Es ist nicht alle Rede ein Evangelium.“
„Große wort, vnd nichts darhinter.“
„Wenn jemand spricht, wird es hell.“
„Ich möchte verändern, ich möchte sehen, daß etwas geschieht. Ich möchte nicht nur darüber sprechen.“
„Macht hat, wer reden kann.“
„Bisher ist in Deutschland mehr Zeit durch Grußworte verloren gegangen als durch Streiks.“
„Der Zweck der Rede ist weniger, unsere Wünsche auszudrücken als sie zu verheimlichen.“
„Du kannst mit deinem Leben ein besseres Bekenntnis ablegen als mit deinen Lippen.“
„Die Geschwätzigkeit ist die Maschinenpistole der Kaffeehaustanten.“
„Ich versuche, mich redend an dem zu beteiligen, was es zu sagen gibt.“
„Man soll nicht handeln und reden wie Schlafende.“
„Lieber mal eine schwache Rede, aber einen starken Charakter, als eine starke Rede und schwache Charaktere.“
„Geschwätzigkeit beruht auf der Schwäche eines Schließmuskels.“
„Einmal entsandt, fliegt das Wort unwiderruflich dahin. (Et semel emissum volat irrevocabile verbum.)“
„Wer gut sprechen will, muß erst gut nachdenken.“
„Miteinander reden ist das A und O.“
„Das Wort erst vollendet die Idee und gibt ihr das Leben.“
„Zeichnen ist Sprache für die Augen, Sprechen ist Malerei fürs Ohr.“
„Nach indianischer Auffassung besitzt das gesprochene Wort ein Leben eigener Art und Würde. Denn Sprache schafft Sinn.“
„In langen Sätzen haben zumeist nur kurze Gedanken Platz.“
„Wie oft hatte ich mich schon gefragt, warum sie nur so klug daherreden. Wenn sie so vieles wissen, warum handeln sie nicht danach?“
„Zwei große Entdeckungen machen wir im Laufe unseres Reifens: zuerst die, daß es möglich ist, alles zu sagen: und dann die, daß es möglich ist, nicht alles zu sagen.“
„Geschliffene Reden sind so wohltönend, weil das Geräusch des vorangegangenen Schleifens bereits verklungen ist.“
„Die Menschen sollten sich lieber auf den Inhalt konzentrieren und die Dinge mit einfachen Worten auf den Punkt bringen.“
„Rede selten nur -/ So will es die Natur.“
„Alle große politische Aktion besteht im Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit. Alle politische Kleingeisterei besteht in dem Verschweigen und Bemänteln dessen, was ist.“
„Als allgemeine Regel läßt sich aufstellen: es gibt keinen Satz, in dem man von zwanzig Wörtern nicht fünf weglassen könnte. Und wenn ich fünf sage, bin ich noch bescheiden.“
„Wer redet, ist nicht tot.“
„Das war eine umständliche Rede, eine Kapuzinade. (C'était un discours diffus, une capucinade.)“
„Es ist doch seltsam, daß wir gerade über die Dinge, die uns am meisten beschäftigen, am wenigsten reden.“
„Wortgeklingel verdrießt mehr, als daß es erbaut. Mit wenigem viel sagen, das ist die Kunst; die größte Torheit aber ist's viel zu reden und doch nichts zu sagen.“
„Die Rede ist ein Grundbestandteil der menschlichen Geschichte.“
„Die Reden der Feldherren sind Taten.“
„Originelle Formulierungen sind noch keine originellen Erkenntnisse.“
„Ich rede, also bin ich.“
„Das, was man sagen muß, kann keiner sagen.“
„Ich lebe von guter Suppe und nicht von schöner Rede.“
„Wer so spricht, daß er verstanden wird, spricht gut.“
„Wo es den Rednern an Tiefe fehlt, da gehen sie in die Breite.“
„Die Rede ist nicht nur ein Machtmittel, sondern ein Sinn mehr zur Aufnahme der Welt.“
„Über die Formulierung geht die Wahrheit zum Teufel.“
„Eine gute Rede ist versteckter als der grüne Edelstein, und doch findet man sie bei den Sklavinnen über den Mühlsteinen (d.h. bei den Allerärmsten).“
„Die Rede muß sogar den mit halbem Ohr Zuhörenden verständlich sein.“
„Nach jedem Kriege muß verhandelt werden, setzen sich die Gegner an einen Tisch; warum nicht vorher?“
„Ich kann eben nicht still auf meinem Hintern sitzen und abwarten, bis die Welt mit einem großen Knall auseinanderplatzt. Genau das predige ich auch meinen Mitarbeitern immer: Wenn ihr etwas ändern wollt, redet nicht, tut etwas.“
„Ich höre jeden gern über sich selbst reden, weil ich dann immer nur Gutes höre.“
„Ein gesprochenes Wort ist kein Spatz. Einmal ausgeflogen, läßt es sich nicht mehr einfangen.“
„Worte kitzeln empfindlicher, als es die Finger je vermögen.“
„Weitschweifig werden die, die nichts unter dem Schweif haben.“
„Demosthenes litt in seiner Jugend an einem Sprachfehler. Um sich von ihm zu befreien, ging er ans Meer, steckte sich einen Kieselstein in den Mund und sprach gegen die Brandung an - mit Erfolg. Er wurde der berühmteste Redner der Griechen.“
„Meine Worte sind wie Sterne. Sie gehen nicht unter.“
„Du kannst von dem, was du nicht fühlst, nicht reden.“
„Ein weiser Mensch wird auch in der Konversation keinen Charakter erheucheln, der ihm unnatürlich ist; wenn er ernst ist, wird er nicht vorgeben, fröhlich zu sein, und wenn er fröhlich ist, wird er nicht vorgeben, ernst zu sein.“
„Erst als ich zum erstenmal in einem Film kein einziges Mal küssen durfte, habe ich gemerkt, daß der Mund auch zum Reden da ist.“
„Die Rede, die zum Ziel führt, ist gut.“
„Wo nicht die Zeit ist, fasse dich im Reden kurz.“
„In Zeiten von Hektik und Streß muß man miteinander reden, oder man geht unter.“
„Wer schweigen kann, wertet das Reden auf und verhindert eine Inflation des Wortes, verschafft dem Wort wieder Geltung und Qualität. Es gibt eine kraftvolle Beziehung zwischen Schweigen und Reden, so paradox das auch erscheinen mag. Sich im Schweigen zu üben, ist die Voraussetzung, verantwortliches Reden zu lernen.“
„Der Superlativ ist auch als rhetorische Form nicht gut. Ein Gedanke soll einfach und wahr ausgedrückt werden.“
„Liebe Mari, ich bin so froh', daß ich keine Rede nicht halten brauch', sondern das Maul.“
„Wo viel geredet wird, wird auch viel geschlafen und geträumt - in den Zuhörerreihen.“
„Beim Reden ist schätzenswert nicht die Zahl, sondern die Nützlichkeit der Worte.“
„Was einen am meisten beschäftigt, ist das, wovon man am wenigsten spricht. Was stets im Geist ist, ist fast nie auf den Lippen.“
„Was du sagst, verweht im Wind./ Nur was du tust, schlägt Wurzeln.“
„Erstes und nächstes Objekt für die Arbeit an der Kultur des Redens und Schreibens muß die Germanistik selbst sein. Als zum Beispiel der Bücherverbrennungen von 1933 zu gedenken war, wurde die Parallele zitiert, die Heine zwischen dem Verhalten gegenüber Büchern und dem gegenüber Menschen gezogen hat. Wo man schlampig wie in der Germanistik über die eigenen Angelegenheiten redet und schreibt, soll man sich nicht wundern, wenn außerhalb ihrer das Reden über Menschen und das Handeln an ihnen ebenso erbärmlich ist.“
„Das Werk lobt den Meister, und einen weisen Fürsten ehrt weise Rede.“
„Vernehmt die Unterweisung über das Reden; wer sie beachtet, verfehlt sich nicht.“
„Wer Törichtes redet, kommt zu Fall.“
„Wehe denen, die nicht geforscht haben und doch reden.“
„Selbst mit vier Pferden im Gespann kann man die Zunge nicht überholen.“
„Worte, die nahe liegen, aber in die Ferne weisen, sind gute Worte.“
„Reden ist ganz einfach. Sagen Sie, was Sie zu sagen haben, und setzen Sie sich, sobald Sie den ersten Satz zu Ende gebracht haben. (Say what you have to say and the first time you come to a sentence with a grammatical ending - sit down.)“
„Reden lernt man durch reden.“
„Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein.“
„Geistlose kann man nicht begeistern, aber fanatisieren kann man sie.“
„Sagen, was man denkt, ist manchmal die größte Torheit und manchmal - die größte Kunst.“
„Wohlerzogene Menschen sprechen in Gesellschaft weder vom Wetter noch von der Religion.“
„Man muß etwas zu sagen haben, wenn man reden will.“
„Man soll handeln und nicht reden.“
„Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen, und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.“
„Schreiben ist ein Mißbrauch der Sprache, stille für sich lesen ein trauriges Surrogat der Rede.“
„Vier sah ich kommen, drei nur gehn;/ Den Sinn der Rede konnt ich nicht verstehn.“
„Weil unter des Himmels Angesicht/ Man immer besser und freier spricht.“
„Am Klange kennt man die Metalle und an der Rede die Menschen.“
„Gescheite Leute sind mit einer eleganten und geschmackvollen Belesenheit ausgerüstet, haben ein zeitgemäßes Wissen von allem, was an der Tagesordnung ist, jedoch mehr auf eine gelehrte als auf eine gemeine Weise: sie halten sich einen geistreichen Vorrat witziger Reden und edler Taten, von welchem sie zu rechter Zeit Gebrauch zu machen verstehen.“
„Nicht allein unsere Kenntnisse müssen elegant sein, sondern auch unser Wollen und zumal unser Reden.“
„Wenn man darüber redet, wird auch das Einfachste gleich kompliziert und unverständlich.“
„Ein Redner kann sehr gut informiert sein, aber wenn er sich nicht genau überlegt hat, was er heute diesem Publikum mitteilen will, dann sollte er darauf verzichten, die wertvolle Zeit anderer Leute in Anspruch zu nehmen.“
„Sag's verständlich und mach's kurz.“
„Was du sagen willst - sage es morgen.“
„Einen großen Vorsprung im Leben hat, wer da schon handelt, wo die anderen noch reden.“
„Höre viel, halte dich zurück, wenn dir Zweifel kommen, und wähle im übrigen deine Worte mit Bedacht, dann wird es wenig Tadel geben. Sieh viel, vermeide, was gefährlich ist, und handele im übrigen umsichtig und bedacht, dann wirst du wenig zu bereuen haben.“
„Neun Dinge sind es, auf die der Edle sorgsam achtet: Beim Sehen achtet er auf Klarheit, beim Hören auf Deutlichkeit, in seiner Miene auf Freundlichkeit, im Benehmen achtet er auf Höflichkeit, im Reden auf Ehrlichkeit, im Handeln auf Gewissenhaftigkeit. Wenn ihm Zweifel kommen, fragt er andere. Ist er im Zorn, bedenkt er die Folgen. Angesichts eines persönlichen Vorteils fragt er sich, ob er auch ein Anrecht darauf hat.“
„Si-ma Niu fragte, was sittliches Verhalten sei. Konfuzius sprach: "Wer sich durch sittliches Verhalten auszeichnet, wählt seine Worte mit Bedacht." Si-ma Niu sagte: "Mit Bedacht reden - das soll sittliches Verhalten sein?" Der Meister antwortete mit einer Gegenfrage: "Das Handeln ist so schwierig: darf da das Reden unbedacht sein?"“
„Triffst du einen Menschen, mit dem zu reden sich lohnt, und du redest nicht mit ihm, so hast du einen Menschen verfehlt. Triffst du einen Menschen, mit dem zu reden sich nicht lohnt, und du redest mit ihm, so hast du deine Worte vergeudet. Der Weise verfehlt weder einen Menschen, noch vergeudet er seine Worte.“
„Es gibt Menschen, die heiser werden, wenn sie ununterbrochen acht Tage lang mit keinem ein Wort gesprochen haben.“
„Der Hang, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler in einem Licht zu zeigen, das wir für wünschenswert halten, macht einen Teil unserer Offenheit aus.“
„Wie es der Charakter der großen Geister ist, mit wenigen Worten viel zu sagen, so besitzen im Gegenteil die kleinen Geister die Gabe, viel zu sprechen und nichts zu sagen.“
„Wir beobachten eine interessante Erscheinung: Gestammel als Verständigungsmittel zwischen den Menschen.“
„Es gibt eine Art von leerem Geschwätz, dem man durch Neuigkeit des Ausdrucks, unerwartete Metaphern das Ansehen von Fülle gibt. Im Scherz geht es an, im Ernst ist es unverzeihlich.“
„Das Versagen der Hierarchien, die sozialen Probleme zu lösen, zwang die Menschen, miteinander zu reden.“
„Man widerspricht oft einer Meinung, während uns eigentlich nur der Ton, mit dem sie vorgetragen wurde, unsympatisch ist.“
„Denkt daran, meine geliebten Brüder: Jeder Mensch soll schnell bereit sein zu hören, aber zurückhaltend im Reden und nicht schnell zum Zorn bereit; denn im Zorn tut der Mensch nicht das, was vor Gott recht ist.“
„Über jedes unnütze Wort, das die Menschen reden, werden sie am Tag des Gerichts Rechenschaft ablegen müssen; denn aufgrund deiner Worte wirst du freigesprochen, und aufgrund deiner Worte wirst du verurteilt werden.“
„Moral und Redekunst sind besondere, aber allumfassende Wissenschaften.“
„In unserer lärmenden Welt wird, wer leise spricht, nicht gehört.“
„Erst handeln und dann reden.“
„Wer klug ist, wird im Gespräch weniger an das denken, worüber er spricht, als an den, mit dem er spricht. Sobald er dies tut, ist er sicher, nichts zu sagen, das er nachher bereut.“
„Die Philosophie lehrt handeln, nicht schwatzen.“
„Rede = Die Kleidung der Seele.“
„Ich sage wenig, denke desto mehr. (I hear, yet say not much, but think the more.)“
„In der rechten Tonart kann man alles sagen; in der falschen nichts.“
„Abendrede und Morgenrede kommen selten überein.“
„Scharfe Schwerter schneiden sehr,/ scharfe Zungen noch viel mehr.“
„Das menschliche Gehirn ist eine großartige Sache. Es funktioniert bis zu dem Zeitpunkt, wo du aufstehst, um eine Rede zu halten.“
„Große Macht übt das richtige Wort aus. Immer, wenn wir auf eines dieser eindringlichen, treffenden Worte stoßen, ist die Wirkung physisch und geistig - und blitzartig spontan.“
„Wir mögen Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken. Vorausgesetzt, sie denken dasselbe wie wir.“
„Eine ganz nette Sache habe ich neulich erlebt: Am Taxistand in Berlin komme ich mit einem Herrn aus Österreich ins Gespräch: "Ihre Sprache klingt aber sehr charmant", sage ich. "Ja", erwidert er, "das sagen die Leute auch, wenn ich in Ihrem Land Vorträge halte." Früher wollte er einmal Politiker werden und hat in Graz das Reden gelernt: "Rhetorik und Demagogie!" grinst er. Dann wird er plötzlich ernst und sagt: "Eigentlich halte ich gar keine Vorträge, ich erzähle ..."“
„Unter zehn Personen, die über uns sprechen, sagen uns neun Böses nach, und die einzige, die Gutes sagt, sagt es schlecht.“
„Um zu wissen, ob ein Gedanke neu ist, braucht man ihn nur so einfach wie möglich auszudrücken.“
„Um zweierlei beneide ich die Tiere: sie wissen nicht, was an Bösem droht, und sie wissen nicht, was über sie geredet wird.“
„Es gibt Bemerkungen, die man sich auf dem Trommelfell zergehen lassen muß.“
„Politiker reden so viel, daß ihre Worte oft ganz geschwollen sind.“
„Wenn Reden Silber ist, hat es wenig Sinn, Worte auf die Goldwaage zu legen.“
„= Eine Art vergeistigten Handelns.“
„Das Leben ist zu wichtig, um darüber ernsthaft zu sprechen.“
„Etwas, worüber man nicht redet, ist gar nicht geschehen. Nur das Wort gibt den Dingen Realität.“